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Projekt für die Qualifizierung des öffentlichen Sektors

QUALIFIZIERUNG DES ÖFFENTLICHEN SEKTORS

VERANSTALTUNGEN

Am 5. Februar 2020 Kick-off-Workshop zum Projektauftakt in Bremen im Haus der Wissenschaft.
Vorstellung der Metastudie im 1. Fachworkshop am 4. Juni 2020 als Webkonferenz mit rund 90 Teilnehmenden.
Der 2. Fachworkshop ist für Februar 2021 geplant.

UNTERSTÜTZUNG

Für möglichst hohe Praxisrelevanz und breite Verwendbarkeit der Projektergebnisse, ist es hilfreich, wenn sich möglichst viele Behörden in Bund, Ländern und Kommunen bereit erklären, bei den in Projektphase durchzuführenden Untersuchungen mitzumachen. Wir bitten deshalb um Ihre Unterstützung und freuen uns über Ihr Interesse und Ihre Beteiligung! Email senden

E-Government-Projekt des IT-Planungsrates
Der IT-Planungsrat hat im Juni 2019 beschlossen, das Forschungs-, Entwicklungs- und Umsetzungsprojekt für die Qualifizierung des digitalisierten öffentlichen Sektors (Qualifica Digitalis) durchzuführen. Die Federführung liegt beim Land Bremen in Kooperation mit dem Bund.

PROJEKTBETEILIGTE UND KOOPERATIONSPARTNER

IT-Planungsrat
Freie Hansestadt Bremen
Institut für Informationsmanagement Bremen GmbH
Frauenhofer FOKUS
Deutsches Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung

Weitere Beteiligte und Kooperationspartner: Bund, Länder, Kommunen, Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, dbb Beamtenbund und Tarifunion, Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt), Aus-, Fort- und Weiterbildungseinrichtungen des öffentlichen Sektors und weitere Stakeholder.

Bild mit 3 Köpfen

DAS PROJEKT

Einfluss und Wirkungen der Digitalisierung auf die Arbeit in den öffentlichen Verwaltungen sind vielfältig und umwälzend. Digitalisierung ist mehr als der Einsatz neuer Technologien und anderer Technik wie KI. Es geht auch um einen durch die Digitalisierung hervorgerufenen und erforderlich gewordenen Wandel von Verwaltungsprozessen, Arbeitsabläufen und Arbeitskulturen. Das Onlinezugangsgesetz-OZG von 2017 hat diesen Prozess beschleunigt.

Die teils erheblichen Veränderungen in Strukturen, Prozessen und Leistungen müssen dabei durch beruflich handlungskompetente Mitarbeiter*innen getragen, vorangebracht und begleitet werden. Investitionen nur in die Verbesserung der technischen Infrastruktur reichen deshalb nicht. >> Erfahren Sie mehr dazu

Die erforderlichen Kompetenzen und Qualifikationen „fallen nicht vom Himmel“, sondern müssen durch passende Aus-, Fort-, Weiterbildungs- und Personalentwicklungsmaßnahmen für die jetzigen und künftigen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes erworben werden. Diese können sich nicht in IT-Anwenderschulungen erschöpfen. Die jetzigen und künftigen Mitarbeiter*innen müssen auch auf die Veränderungen, Unsicherheiten und Komplexitäten der Arbeit unter den Bedingungen der sog. VUKA-Welt vorbereitet werden.

Der Begriff VUKA (VUCA) ist ein Akronym für die Begriffe Volatilität (volatility), Unsicherheit (uncertainty), Komplexität (complexity) und Ambiguität (ambiguity); ursprünglich in den 1990er Jahren von der U.S. Army geprägt, wird er heute häufig verwendet, um die Herausforderungen zusammenzufassen, denen sich Unternehmen und Verwaltungen in Zeiten der Digitalisierung stellen müssen Unternehmen und Verwaltungen in Zeiten der Digitalisierung stellen müssen.

Doch wie sich dieser Wandel ganz konkret gestalten wird, auf welche Kompetenzen und Qualifikationen es zukünftig verstärkt ankommen wird und wie gelungene Qualifizierung 4.0 für den öffentlichen Sektor am besten gestaltet sein sollte, darauf gibt es noch zu wenig Antworten. Systematische Qualifikationsoffensiven fehlen bisher.

PROJEKTZIEL

Ziel des Projektes ist es, während der 2,5jährigen Laufzeit (01.01.2020 bis 30.06.2022) auf Grundlage wissenschaftlich fundierter Erkenntnisse zu den oben genannten Themen Vorschläge für strategische Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen für Qualifizierung (Aus-, Fort- und Weiterbildung) und Personalentwicklungsmaßnahmen für den öffentlichen Sektor zu erarbeiten.

Das Projekt soll neue Erkenntnisse für die erforderliche Qualifizierung der Beschäftigten des öffentlichen Sektors im Digitalisierungszeitalter liefern. Mit Hilfe der angestrebten Projektergebnisse sollen sowohl politisch-administrative Entscheider und Verwaltungspraxis als auch Interessensvertretungen und Sozialpartner und Einrichtungen der Aus-, Fort- und Weiterbildung des öffentlichen Sektors bei der Entwicklung geeigneter Maßnahmen unterstützt werden.

PROJEKTABLAUF

In der ersten Projektphase (01.01.2020 – 31.05.2021) geht es darum, die durch die Verwaltungsdigitalisierung veränderten Kompetenz- und Qualifikationsbedarfe, Qualifizierungsentwicklungen und den arbeits- und dienstrechtlichen Rechtsstatus der Beschäftigten im öffentlichen Sektor zu analysieren und aufzubereiten. Dabei sollen vor allem die durch die Digitalisierung erfolgten und erfolgenden Veränderungen in Kompetenzen und Qualfikationen betrachtet und hinterfragt werden. Die wissenschaftlichen Untersuchungen sollen in ausgewählten Behörden von Bund, Ländern und Kommunen in Form von Workshops und anonymen quantitativen Online-Befragungen stattfinden. >> Erfahren Sie mehr dazu

In einer zweiten Projektphase (01.01.2021 – 31.12.2021) sollen für alle Dimensionen der beruflichen Bildung (Aus-, Fort- und Weiterbildung) und für die Personalentwicklung strategische Schlussfolgerungen für den künftigen Qualifizierungsprozess im öffentlichen Sektor gezogen werden. Zwischenergebnisse dieser Phase sollen insbesondere Vorschläge für die Neugestaltung von Ausbildungsordnungen, Curricula für Aus-, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen sein. Darüber hinaus soll es Vorschläge für erforderliche beziehungsweise anzustrebende Rechtsanpassungen im Recht des öffentlichen Dienstes einschließlich Personalvertretungsrechts geben.

In der dritten Projektphase (01.01.2022 bis 30.06.2022) sollen dann zusätzlich Handlungsempfehlungen einschließlich konkreter Umsetzungsvorschläge erarbeitet werden, z.B. Empfehlungen für weitere Maßnahmen der Personalentwicklung, Kompetenzprofile und konkrete Unterrichtsentwürfe/ Studienmodule; gegebenenfalls werden einzelne Konzepte pilotiert.

WISSENSCHAFTLICHE UNTERSUCHUNGEN

Da das Projekt an praktischen Veränderungsprozessen in der öffentlichen Verwaltung ansetzt, sollen die wissenschaftlichen Analysen in für die Digitalisierung besonders relevanten Untersuchungsbereichen (Domänen) von Bund, Ländern und Kommunen erfolgen. Vorgesehen sind die Aufgabenbereiche der Kommunalen Sozialverwaltung, Steuerverwaltung, Justizverwaltung, Zentralverwaltung, weiterer bürgernaher Dienstleistungen und IT-Steuerung/ IT-Service. Durchgeführt werden Workshops und anonyme quantitative Online-Befragungen. An einer Mitwirkung interessierte Behörden können sich gerne beim Projektteam melden.

2 Gesetz zur Verbesserung des Onlinezugangs zu Verwaltungsleistungen v. 14.08.2017 (BGBl. I S. 3122, 3138) https://www.gesetze-im-internet.de/ozg/BJNR313800017.html

3 Der Begriff VUKA (VUCA) ist ein Akronym für die Begriffe Volatilität (volatility), Komplexität (complexity) und Ambigulität (ambiguity); ursprünglich in den 1990er Jahren von der U.S. Army geprägt, wird er heute häufig verwendet, um die Herausforderungen zusammenzufassen, denen sich Unternehmen und Verwaltungen in Zeiten der Digitalisierung stellen müssen

4 ITPLR-Beschluss 2019/35 v. 27.06.2019; https://www.it-planungsrat.de/DE/Projekte/Ma%C3%9Fnahmen/DigitaleQualifizierung/Digitale_Qualifizierung_node.html hat